Verbraucherzentralen fordern Reformen der Riester Altersvorsorge

14 Dezember 2009 Kein Kommentar

Die Bundeszentrale der Verbraucherzentren hat in einem kürzlich veröffentlichten Bericht weitreichende Reformen der staatlich geförderten Riester Rente gefordert.

Die Riester Rente wurde im Zuge der Rentenreformen als private Zusatzversorge etabliert. Bislang hätten nach Aussage des Bundesverbandes jedoch zu wenige Verbraucher die Riester Angebote wahrgenommen, um ein angemessenes Versorgungsniveau zu erreichen und die Unterversorgung zu kompensieren. Maximal die Hälfte der Bürger, die einen Anspruch auf die Riester Förderung hätten, haben bislang einen Vertrag abgeschlossen. Bis zum September 2009 sollen lediglich 12,89 Millionen “Riester”-Verträge abgeschlossen worden sein. Von diesen erhalten lediglich etwa 60 Prozent der Empfänger die maximale Riester Förderung.

Der Vorstand der Bundeszentrale der Verbraucherzentren Gerd Billen fordert deshalb: “Es wird höchste Zeit, die Effektivität und Effizienz der Altersvorsorge auf den Prüfstand zu stellen”. Gerd Billen’s Apell geht vor allem auf ein Gutachten von Prof. Dr. Andreas Oehler von der Universität Bamberg zurück. In seinem Gutachten kritisiert Prof. Dr. Andreas Oehler, dass die Riester Rente in seiner heutigen Form zu wenig Transparenz gegenüber Verbrauchern bieten würde. So würden zahlreiche Riester Rente Anbieter die Kostenstrukturen nicht im Detail offenlegen und somit einen persönlichen Angebotsvergleich der Interessenten erschweren.

Um Verbraucher vor Fehlentscheidungen zu bewahren und zukunftsfähigen Vorsorgeprodukten zum Durchbruch zu verhelfen, fordert Bundeszentrale der Verbraucherzentren insbesondere eine Stärkung der anbieterunabhängigen Beratung. Weiterhin sollten nach Meinung von Prof. Dr. Andreas Oehler bessere Vergleichsmöglichkeiten geschaffen werden, um einen stärkeren Preis- und Qualitätswettbewerb bei den Anbietern zu erreichen.