Riesterrente muss auf den Prüfstand

24 Mai 2010 Kein Kommentar

Das ARD-Magazin “Monitor” berichtete in der Sendung vom 25. März 2010 über Äußerungen zur drohenden Altersarmut. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger stellt die Riesterförderung grundsätzlich in Frage. Er gibt zu bedenken, dass der Staat die Riesterente mit Milliardenbeträgen unterstützt.

Doch bleibt ein viel zu großer Teil dieses Geldes bei den Versicherungen hängen. “Eine Möglichkeit wäre, das Geld direkt in die Rentenversicherung zu geben, dann sind dort mehr Mittel verfügbar.”

Nach Ansicht des Wirtschaftsweisen muss die Riesterrente in ihren Grundlagen reformiert werden. Auch Bert Rürup war Berater der Bundesregierung. Er verlangt, dass mehr Geld für die Renten der Hartz-IV-Empfänger zur Verfügung stehen sollte. So könnten die Rentenanwartschaften erhöht werden. “Ich gehe davon aus, dass keiner freiwillig Hartz IV bekommt.“ Bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit sollte die Rentenfestsetzung aufgewertet werden.

Der Grund für die Statements der beiden Experten liegt in einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Nach den Ergebnissen der Erhebung werden sich die Rentner in Ostdeutschland zukünftig mit geringeren Renten abfinden müssen. Wenn Menschen in den neuen Bundesländern Ende der 2020er Jahre ihre Rente beantragen, werden sie in vielen Fällen eine böse Überraschung erleben.

Die gesetzliche Rente wird dann oft auf oder sogar unter dem Niveau der Grundsicherung von 600 Euro liegen. Die Gründe für diesen Abwärtstrend ist die hartnäckige Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland. Kommt die Absenkung des Rentenniveaus dazu, wird diese Abwärtsentwicklung kaum aufzuhalten sein.