Riester Förderung wird oft vergessen

20 Januar 2010 Kein Kommentar

Immer wieder weisen Verbraucherschützer, Versicherungen und Banken darauf hin, dass die staatlichen Zulagen der Riester Rente nicht fristgerecht beantragt werden. Dabei lassen sich Riester Sparer hierdurch viel Geld entgehen.

Riester Sparer müssen unter Einhaltung einer zweijährigen Frist einen Zulagenantrag bei ihrem Riester Rente Anbieter einreichen, um die staatlichen Riester Zulagen auch tatsächlich zu erhalten. Somit konnten noch bis Ende 2009 Riester Zulagen für das Jahr 2007 beantragt werden. Mit dem Jahreswechsel sind diese Ansprüche unwiderruflich erloschen.

Die Union Investment hat als einer der größten Riester Rente Anbieter kürzlich Zahlen zu dieser Problematik veröffentlicht. Etwa 18 Prozent der berechtigten Anleger haben keinen Zulagenantrag für das Jahr 2007. Multipliziert man diese Zahl mit der durchschnittlichen Förderung von etwa 188 Euro pro Vertrag jährlich (Quelle: Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen), sparte der Staat somit allein bei Union Investment 48 Millionen Euro Fördermittel.

Dabei fiel der Anteil bis zu einer Informationskampagne der Union Investment noch deutlich höher aus. “Mit unserer Kampagne konnten wir die Quote der nicht gestellten Zulagenanträge von 22 Prozent im September 2009 auf 18 Prozent Ende Dezember 2009 drücken”, so Reinke.

Union Investment konnte im letzten Jahr mit rund 135.000 neu abgeschlossenen Verträgen den Bestand an Riester-Verträgen auf knapp 1,8 Millionen ausbauen und ist damit weiterhin der größte Anbieter von Riester-Produkten in Deutschland.