Modernisierung alter Häuser mit Darlehen und Tilgungszuschüssen

17 November 2010 Kein Kommentar

So schön historische Immobilien auch aussehen – hinsichtlich der energetischen Ausstattung müssen sie in der Regel vollständig saniert werden. Deshalb greifen für die Besitzer solcher Schätze eine Reihe staatlicher Hilfen, um die Modernisierung zu unterstützen.

Etwa 14 Prozent des deutschen Gebäudebestands wurde schon vor 1918 erbaut. Kunstvolle Fassaden, hohe Räume und Fußböden mit Echtholzparkett zeichnen diese Gebäude meist aus, sie strahlen einen ganz besonderen Charme aus und sind deshalb äußerst beliebt. Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Baden-Württemberg haben den höchsten Bestand an diesen historischen Gebäuden zu verzeichnen. Nur gut zwei Prozent dieser historischen Kunstwerke allerdings sind energetisch saniert.

Seit der Novellierung der Energiesparverordnung sind Hauseigentümer verpflichtet, bei maßgeblichen baulichen Veränderungen an der Gebäudehülle auch die energetische Ausstattung des Hauses auf den neuesten Stand zu bringen. Verglichen mit der EnEV 2007 muss der Energiebedarf durch eine komplette Sanierung noch einmal um 30 Prozent reduziert werden.

Allerdings sind bei der Modernisierung jeweils ganz individuelle Lösungen angesagt, um das historische Erscheinungsbild des Objektes zu erhalten – schließlich macht gerade die äußere Anmutung den Wert des Gebäudes aus. Deshalb ist die umfassende und professionelle Beratung durch einen Architekten und Energieexperten nötig. Sinnvoll ist meist eine vollständige Gebäudeenergieberatung, die die Vorteile von Solaranlage, Blockheizkraftwerk und Holzpelletkessel gegeneinander abwägt. So wird der Einsatz der Heizanlage von unterschiedlichsten Faktoren beeinflusst. Welcher Betrag kann investiert werden? Soll ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden? Welcher Energiebedarf muss abgedeckt werden? All das gilt es zu berücksichtigen.

Ebenso wichtig – auch die neueste Heizung leistet nur halbe Arbeit, wenn das Gebäude nicht ausreichend gedämmt ist. Besonders wichtig bei historischen Gebäuden ist es meist, die Außenfassade zu erhalten, doch auch mit der Dämmung von Dach und Keller sind bereits gute Ergebnisse zu erzielen. Ein besonderer Tipp der BHW Bausparkasse – für die Modernisierung von Altbauten gewährt die KfW-Privatkundenbank sehr günstige Darlehen und Tilgungszuschüsse bis zu zehn Prozent der Darlehenssumme.