Medizinische Behandlung im Ausland weiter im Trend

14 Oktober 2010 Kein Kommentar

Der Trend, ausgewählte medizinische Behandlungen im Ausland vornehmen zu lassen, ist weiter ungebrochen. Gerade Gebiss-Sanierungen, Laserbehandlungen der Augen oder kosmetische Operationen sind im Ausland oft günstiger durchzuführen. So sollen in 2009 mehr als 250.000 Patienten in Polen behandelt worden sein, der Großteil davon stammte aus Deutschland.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt die ARAG Versicherung, auf einige Punkte zu achten, wenn man eine solche Behandlung ins Auge fasst. Zunächst wird auch eine notwendige Nachbesserung im Ausland durchgeführt werden müssen, denn deutsche Ärzte werden Patienten in solchen Fällen nur bei Notfällen behandeln. Manche Angebote ausländischer Behandlungen enthalten bereits eine Nachbesserung durch deutsche Mediziner.

Haftungsansprüche gegen den ausländischen Arzt aufgrund von Behandlungsfehlern müssen nach dem jeweiligen Landesrecht geltend gemacht werden, deshalb sollte man sich eine Garantie vom behandelnden Arzt ausstellen lassen. Damit ist das Risiko eines Prozesses zumindest zu minimieren.

Auch sollte die Praxis vor der Behandlung vor Ort überprüft werden hinsichtlich der Ausstattung und der verwendeten Technologie, wobei auch auf die Möglichkeiten der sprachlichen Verständigung zu achten ist.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen unter Umständen nicht alle Kosten der Behandlung. Deshalb sollte man sich vor der Behandlung von der Krankenkasse entsprechend beraten lassen. So ist zum Beispiel die Kostenübernahme bei Zahnersatz genehmigungspflichtig und verlangt die Vorlage eines Heil- und Kostenplanes. Die Kostenübernahme wiederum erfordert eine Rechnungsstellung in deutscher Sprache.

Neuerungen hinsichtlich dieser Regelungen sind möglicherweise in absehbarer Zeit zu erwarten, denn derzeit ist eine EU-Richtlinie, die Erleichterungen bei der Arztwahl verspricht, in Arbeit.