Goldankauf zur Altersvorsorge?

7 Februar 2011 Kein Kommentar

Die zurückliegende Finanz- und Bankenkrise hat bei vielen Anlegern große Unsicherheit bezüglich der Solidität der Banken hinterlassen – eine Unsicherheit, die sich auch in einem vermehrten Einsatz von Gold als Altersvorsorge widerspiegelt. Gerade junge Leute unter 30 Jahren setzen verstärkt auf Edelmetalle, wie eine Studie der Postbank jetzt ergab. Doch was ist dran an der Sicherheit dieser traditionellen Anlage?

In Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland Nordrhein-Westfalen sitzen offensichtlich die größten Fans des gelben Edelmetalls – 25 Prozent der Berufstätigen beurteilen Gold als ideale Form der Altersvorsorge!

Deutschlandweit teilen nur 19 Prozent der Befragten diese Meinung – doch das ist immer noch ein staatlicher Wert. Das jedenfalls sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Postbank.

Der Grund für die verstärkte Nachfrage nach Gold ist das enorme Vertrauen in das teure Edelmetall, das bei rund 30 Prozent der Berufstätigen in Deutschland als besonders sichere Altersvorsorge gilt. Private Rentenversicherungen werden dagegen nur von 24 Prozent der Befragten als sehr sicher erachtet, festverzinsliche Wertpapiere, Festgelder oder Sparbriefe liegen sogar nur bei 16 Prozent.

Die Nachfrage nach Gold für die Altersvorsorge dürfte weiter konstant bleiben. Rund acht Prozent der Befragten, die eine verstärkte Altersvorsorge planen, denken dabei an den Erwerb von Gold. Besonders stark ausgeprägt ist das Interesse bei jungen Leuten zwischen 16 und 29 Jahren.

Trotzdem warnt die Postbank vor ausufernden Investitionen in Gold. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage hat sich der Goldpreis maßgeblich von seinem tatsächlichen Niveau entfernt. Schon deshalb müsse mit einer Korrektur des Preises nach unten gerechnet werden.