Gesundheitsreform: Wechsel in die private Krankenversicherung

6 Oktober 2010 Kein Kommentar

Wer in diesen Tagen die Nachrichten in Presse und Fernsehen verfolgt, wird mit immer neuen Diskussionen und Spekulationen über die Gesundheitsreform konfrontiert. All das verunsichert die Verbraucher, so dass die Verbraucherzentralen derzeit einen deutlichen Zuwachs der Nachfragen zu bewältigen haben. Im Mittelpunkt der Fragen steht meist der mögliche Wechsel von der gesetzlichen in die privaten Krankenkasse.

Tatsache ist, dass sowohl private als auch gesetzliche Krankenkassen von den steigenden Kosten im Gesundheitswesen betroffen sein werden. Wenn der Grund für einen Wechsel in die private Krankenversicherung ausschließlich in einer Prämienersparnis liegt, dann wird diese Hoffnung sicherlich enttäuscht werden, denn auch die Privaten erhöhen regelmäßig ihre Versicherungsbeiträge.

Das kann mit zunehmendem Alter zum Problem werden, wenn viele Senioren nicht mehr wissen, wie sie diese Beiträge noch tragen sollen. Weil ein Wechsel zurück in die gesetzliche Kasse dann nicht mehr möglich ist, können Kosten nur noch über eine Reduzierung der Leistung gespart werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich, das heute durch den Wechsel eingesparte Geld anzulegen.

Wenn der Grund für den Wechsel in einer besseren Versorgung im Krankheitsfall liegt, dann sollte man sich über die genauen Leistungen detailliert informieren. Viele Private erstatten nicht mehr so viel wie vor zehn Jahren, maßgeblich wird auch hier immer mehr die sogenannte medizinische Notwendigkeit. Dabei kommt es immer häufiger zu Streitigkeiten, was tatsächlich medizinisch nötig ist. Und es gibt sogar Leistungen, die von der Privaten erst gar nicht übernommen werden, von der gesetzlichen Kasse dagegen schon wie zum Beispiel Eltern-Kind-Kuren.

Vor der Entscheidung bezüglich eines Wechsels empfiehlt sich in jedem Fall eine ausführliche Beratung bei der örtlichen Verbraucherzentrale.